Die Tarife, Stufe für Stufe
Beide progressiven Tarife, die der Rechner anwendet, stehen hier vollständig: der Bundestarif der direkten Bundessteuer und der Tarif des Kantons für die einfache Staatssteuer. Jede Stufe nennt den Einkommensteil, für den sie gilt, und den Satz auf genau diesem Teil — nicht auf dem ganzen Einkommen.
Direkte Bundessteuer (DBSt) — Art. 36 DBG
Grundtarif (Art. 36 Abs. 1 DBG) — Alleinstehende· Steuerperiode 01.01.2026 - 31.12.2026| Steuerbarer Einkommensteil (CHF) | Satz auf diesem Teil |
|---|
| 0 – 15'200 | 0% |
| 15'200 – 33'200 | 0.77% |
| 33'200 – 43'500 | 0.88% |
| 43'500 – 58'000 | 2.64% |
| 58'000 – 76'200 | 2.97% |
| 76'200 – 82'100 | 5.94% |
| 82'100 – 108'900 | 6.6% |
| 108'900 – 141'500 | 8.8% |
| 141'500 – 185'100 | 11% |
| 185'100 – 793'900 | 13.2% |
| 793'900 – 794'000 | 11.85% |
| über 794'000 | 11.5% |
Verheiratetentarif (Art. 36 Abs. 2 DBG) — Ehepaare in ungetrennter Ehe· Steuerperiode 01.01.2026 - 31.12.2026| Steuerbarer Einkommensteil (CHF) | Satz auf diesem Teil |
|---|
| 0 – 29'700 | 0% |
| 29'700 – 53'400 | 1% |
| 53'400 – 61'300 | 2% |
| 61'300 – 79'100 | 3% |
| 79'100 – 94'900 | 4% |
| 94'900 – 108'700 | 5% |
| 108'700 – 120'600 | 6% |
| 120'600 – 130'500 | 7% |
| 130'500 – 138'400 | 8% |
| 138'400 – 144'300 | 9% |
| 144'300 – 148'300 | 10% |
| 148'300 – 150'400 | 11% |
| 150'400 – 152'400 | 12% |
| 152'400 – 941'300 | 13% |
| 941'300 – 941'400 | 12% |
| über 941'400 | 11.5% |
Der Bundestarif ist hier als Grenzstufen-Tabelle dargestellt; das Gesetz selbst schreibt ihn als Betrag je weitere hundert Franken Einkommen. Ein kumulativer Durchlauf über diese Stufen weicht von den im Gesetz gedruckten Zwischensummen um wenige Rappen ab, weil die veröffentlichten Ansätze bereits gerundete Zahlen aus dem Ausgleich der kalten Progression sind — massgebend für den einzelnen Steuerbetrag bleibt das ESTV-Formular 58c. Der Elterntarif (Art. 36 Abs. 2bis DBG) wird von diesem Rechner nicht abgebildet.
Einfache Staatssteuer — § 35 StG (ZH)
Grundtarif (§ 35 Abs. 1 StG) — Alleinstehende· Steuerperiode 01.01.2026 - 31.12.2026| Steuerbarer Einkommensteil (CHF) | Satz auf diesem Teil |
|---|
| 0 – 7'000 | 0% |
| 7'000 – 12'000 | 2% |
| 12'000 – 16'800 | 3% |
| 16'800 – 24'800 | 4% |
| 24'800 – 34'500 | 5% |
| 34'500 – 45'700 | 6% |
| 45'700 – 58'800 | 7% |
| 58'800 – 76'400 | 8% |
| 76'400 – 110'400 | 9% |
| 110'400 – 144'100 | 10% |
| 144'100 – 197'400 | 11% |
| 197'400 – 266'700 | 12% |
| über 266'700 | 13% |
Verheiratetentarif (§ 35 Abs. 2 StG) — Ehepaare sowie verwitwete, getrennt lebende, geschiedene und ledige Steuerpflichtige mit Kindern· Steuerperiode 01.01.2026 - 31.12.2026| Steuerbarer Einkommensteil (CHF) | Satz auf diesem Teil |
|---|
| 0 – 14'100 | 0% |
| 14'100 – 20'500 | 2% |
| 20'500 – 28'600 | 3% |
| 28'600 – 38'400 | 4% |
| 38'400 – 49'600 | 5% |
| 49'600 – 64'100 | 6% |
| 64'100 – 96'300 | 7% |
| 96'300 – 128'700 | 8% |
| 128'700 – 177'200 | 9% |
| 177'200 – 235'100 | 10% |
| 235'100 – 298'000 | 11% |
| 298'000 – 370'600 | 12% |
| über 370'600 | 13% |
Dieser Tarif ergibt die einfache Staatssteuer, also den Wert vor dem Steuerfuss. Die tatsächliche Kantons- und Gemeindesteuer ist dieser Betrag, multipliziert mit dem Steuerfuss — im gezeigten Beispiel zusammen 214%. Abgebildet sind ein Kanton (ZH) und eine Gemeinde (Zürich); jeder andere Kanton hat seinen eigenen Tarif.
Warum zwei Personen mit gleichem Lohn nicht gleich viel zahlen
Stellen Sie sich zwei Personen mit identischem Lohn und identischem Status im selben Kanton vor. Ihre einfache Steuer ist dieselbe und ihr kantonaler Steuerfuss ist derselbe. Wohnen sie aber in verschiedenen Gemeinden, unterscheidet sich der Gemeindesteuerfuss — und genau dort geht die endgültige Rechnung auseinander. Im Beispiel hat die Gemeinde Zürich einen Steuerfuss von 119%; eine Gemeinde mit tieferem Steuerfuss würde weniger verlangen, eine mit höherem mehr — auf genau derselben einfachen Steuer.
Die Bundesschicht bewegt sich dabei nicht — die DBSt ist unabhängig von der Gemeinde gleich. Ein Umzug von einer Gemeinde in eine andere innerhalb desselben Kantons ändert nur den Kantons- und Gemeindeanteil. Deshalb ist in der Schweiz die Wahl des Wohnorts ebenso eine Steuerentscheidung wie eine Frage der Miete.
Die Kantone unterscheiden sich auch bei den Abzügen, nicht nur beim Steuerfuss. Im Beispiel beträgt der Standardabzug für Versicherungsprämien für eine alleinstehende Person 2'900 CHF auf kantonaler Ebene, gegenüber 1'800 CHF auf Bundesebene. Der Bundes- und der Kantonsanteil werden deshalb auf unterschiedlichen Grundlagen berechnet und sollten nicht einfach «im Kopf» zusammengezählt werden.
Der Wechsel von der Quellensteuer zur ordentlichen Veranlagung
Es handelt sich um zwei getrennte Regime, nicht um zwei Varianten derselben Formel. Werden Sie heute an der Quelle besteuert, kann sich das mit der Zeit ändern — zum Beispiel wenn Sie eine Niederlassungsbewilligung C oder das Bürgerrecht erhalten, wechseln Sie in die ordentliche Veranlagung. Ab dann lesen Sie keinen Quellensteuertarif mehr ab, sondern reichen eine Steuererklärung ein und zahlen über die drei oben beschriebenen Schichten.
Wann genau und unter welchen Bedingungen dieser Wechsel eintritt, hängt von Regeln ab, die unterschiedlich sind und die dieser Rechner nicht abbildet. Versuchen Sie nicht, den Zeitpunkt des Übergangs aus diesem Werkzeug abzuleiten — klären Sie Ihre persönliche Situation mit Ihrer kantonalen Steuerverwaltung.
Was der Rechner berechnet — und was nicht
Der Rechner oben auf der Seite verwendet die Tarife und Steuerfüsse, die diese Seite für einen Kanton (ZH) und eine Gemeinde (Zürich) abbildet — für einen anderen Kanton gelten dessen eigene Tarife. Die ordentliche Veranlagung ist jährlich; der angezeigte Monatsbetrag ist ein Äquivalent (die Jahressteuer geteilt durch die Anzahl der Auszahlungen).
Es werden nur Standardabzüge angewendet, in Abhängigkeit vom Status (alleinstehend oder verheiratet). Persönliche Abzüge — Anzahl Kinder, tatsächliche Prämien, Säule 3a, Fahrkosten — werden nicht modelliert, weshalb Ihre tatsächliche Steuer meist etwas tiefer ausfällt als angezeigt. Die Sozialbeiträge werden weiterhin wie gewohnt abgezogen; die ordentliche Veranlagung ändert nur die Steuerschicht, nicht die Beiträge.